Der Dorfplan

Die Brøndby Gartenstadt in Dänemark ist ein Beispiel dafür, wie ein Leben in Tiny Houses auf einem Biobauernhof aussehen kann.

 

Bei dem Konzept dieser Gartenstadt orientierte sich der Aufbau an den  früheren skandinavischen Runddörfern, die in der Mitte jeweils einen gemeinsamen Brunnen hatten, an dem sich die Dorfbewohner regelmäßig trafen. Ursprünglich ging es dabei genau um unser Thema - nämlich Gemeinschaft mit den Nachbarn herbei zu führen.

Dass in Brøndby von den Architekten anstelle des Brunnens Autoparkplätze in die Mitte gesetzt wurden und zwischen den Grundstücken überall Hecken gepflanzt oder Mauern gezogen wurden, zeigt leider sehr deutlich, wie weit wir uns in Europa von Gemeinschaft im Laufe der Zeit entfernt haben.

Wir tendieren im Solidara.net dazu, die Kreise kleiner zu machen und weit weniger Wohnhäuser (max. 8) in einen Kreis zu setzen.

Der Platz zwischen den einzelnen Wohnhäusern wird für Gewächshäuser und Außenbeete zum Anpfanzen von Biogemüse genutzt. Auch ein Hühnerstall oder ein Gehege für Enten und Gänse kann dort ggf. seinen Platz finden.

Der Privatbereich für jeden Bewohner des Dorfes wird ebenfalls zwischen den Häusern oder ggf. im Außenbereich des Kreises angesiedelt.

Die Mitte des Kreises ist für alle Gemeinschafteinrichtungen gedacht. Dort gibt es z.B. bei einem Kreis für Familien Kinderspielplätze oder ein Abenteuer-Labyrinth.

In einem Kreis für ältere Menschen gibt es überdachte Gemeinschaftsterrassen zum gemeinsamen Grillen, Kaffeetrinken  und Klönen, vielleicht auch für eine Gemeinschaftsküche, die für das gemeinsame Mittagessen sorgt, - und einen von allen Dorfbewohnern gemeinsam finanzierten und genutzten, größeren Swimmingpool oder Badesee mit Liegewiese. 

Obstbäume und schattenspendende Bäume an den passenden Stellen sollen bei uns natürlich auch ihren Platz haben - besonders in den heißeren Regionen. Bäume helfen wirklich beim Klimaschutz - eine CO2-Steuer, die in der Staatskasse versenkt wird, dagegen eher nicht.

Autoparkplätze fördern keine Gemeinschaft und wären deshalb nach unserem Konzept grundsätzlich außerhalb der Kreises an der Zufahrtsstraße der Siedlung angesiedelt.

In Deutschland gibt es solche Rundlingsdörfer im Wendland übrigens auch schon seit dem 18. Jahrhundert. Die kann man sogar heute noch besuchen.  

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