Unser Green Village Konzept

Das Problem

Kleinere Biobauernhöfe und Selbstversorger-Gemeinschaften haben oft große Probleme, von der Landwirtschaft finanziell zu überleben. Denn Landwirtschaft im kleineren Maßstab ist zwar immer ein harter Vollzeitjob, aber rentiert sich letztlich nirgendwo auf der Welt.

Selbst die in Deutschland oft zusätzlich angegliederten Hofläden reichen nur in wenigen Ausnahmefällen aus, um die finanzielle Lage zu verbessern. Denn dafür braucht man nicht nur gute selbst erzeugte Produkte, sondern auch noch einen Verkaufsraum und Personal, das dort die Kunden bedient. Und auch hier ist es dann wieder so, dass vor allem neue Kosten entstehen, die gedeckt werden müssen - ein schmaler Grad zwischen Erfolg und Pleite.

Deshalb gibt es auch immer mehr Gemeinschaften, die sich zusätzliche "Gäste" heran holen und diese in Wohnwagen, Bauwagen oder Tiny Houses unterbringen. Diese Gäste leben dann oft länger auf dem Hof mit, arbeiten als Helfer - und bekommen dafür ihre Unterkunft und ihr Essen gratis.

Das gibt es in vielen Ländern und es nennt sich dann Wohnen gegen Hand oder auch Urlaub gegen Hand. So und mit Praktikanten, die ebenfalls gratis mitarbeiten, senkt man die Personalkosten dann ein wenig.

Am Ende erinnert das Ganze in der Praxis aber oft für Außenstehende schon fast an Sklavenhaltung. Und häufig gibt es dann durch die ständigen Geldsorgen und die entstehende Abhängigkeit Stress, Zank und Streit zwischen dem Bauern und seinen Hilfsarbeitern - und auch innerhalb der Gemeinschaft - statt fairer Zusammenarbeit und eines harmonischen Zusammenlebens.  

Die Lösung

Unser Green Village Konzept entstand aus der Erkenntnis, das landwirtschaftlich orientierte Gemeinschaften immer Zusatzeinkommen  benötigen. 

Wir wollen daher für solche Gemeinschaften die obigen bereits bestehenden Einnahmequellen durch eine weitere neue ergänzen.

Die Idee ist, zahlende Gäste mit einem All-Inclusive Service auf den Hof zu holen, so dass ältere Menschen hier ihr Leben naturnah, abwechslungsreich und in Gesellschaft genießen können und ganz nebenbei mit gesundem Essen versorgt werden. 

So ergibt sich eine Win-Win Situation für beide Seiten.

Diese Menschen möchten in der Regel gebraucht werden und sind z.B. deshalb auch oft bereit, im Hofladen oder bei der Kinderbetreuung mit auszuhelfen, um etwas sinnvolles zu tun zu haben. 

Die Hofgemeinschaft kann so zusätzliche Kosten und Probleme vermeiden, die durch Krankheit oder Urlaub des Hofladenpersonals entstehen.

Dieses Personal arbeitet meist im Angestelltenverhältnis, muss den ganzen Tag bezahlt werden, ist aber mit der Arbeit meist nur wenig ausgelastet. So kann es problemlos Teile des Service für die Gäste mit übernehmen - wie z.B. die Zubereitung des Mittagessens.

Da dieses Essen großteils aus selbst erzeugten Lebensmitteln direkt am Hof bestehen soll, muss vom Hof weniger nach außen transportiert und verkauft werden. Das macht es der Hofgemeinschaft nicht nur einfacher, sondern ist auch ein Beitrag zur Entlastung der Umwelt.

Wir wollen im Laufe der Zeit viele solche Dörfer nach dem Green Village Konzept in der ganzen Welt aufbauen - denn je mehr wir davon haben, desto mehr Auswahl haben die Mitglieder unseres Netzwerks, sich mal hier und mal dort für ein paar Monate nieder zu lassen. Wir gewinnen so immer mehr Freiheit.

Privatbesitz wird damit am Ende völlig überflüssig, denn die Unterkünfte sind ja für das tägliche Leben voll ausgestattet. Und da sie All Inclusive vermietet werden, braucht man weder eine voll ausgestattete Küche, noch einen Geschirrspüler oder eine Waschmaschine mehr. 

Man kann im Alter letztlich irgendwann all seinen Besitz verkaufen, den Erlös in die Gemeinschaft investieren und dafür noch regelmäßig ein Grundeinkommen aus unserer Gemeinschaft beziehen. Und dahin möchten wir natürlich mittelfristig möglichst viele unserer Mitglieder bringen. Denn so kann man wirklich gesund, stressfrei und glücklich leben.

Man muss sich keine Sorgen mehr darum machen,

  • ob bei längerer Abwesenheit im eigenen Haus eingebrochen und alles geklaut wird,
  • Vandalen einziehen und alles verwüsten,
  • ob das Geld für die nächste Reparatur oder Heizungsnachzahlung noch reicht,
  • ob die nächste Überschwemmung das Haus vielleicht wegschwemmt oder
  • ob ein Hurrikan vielleicht das Dach abdeckt und davon fliegen lässt.
  • Sogar auf ein eigenes Auto kann man verzichten, wenn die Gemeinschaft einen Fahrservice bietet.

Stattdessen kann man

  • immer im bevorzugten Klima leben,
  • mal das Meer genießen,
  • mal das Wandern in den Bergen,
  • mal den Swimmingpool und die überdachte Terrasse der Gemeinschaft nutzen
  • und die Gesellschaft von Freunden aus vielen Ländern der Welt genießen.

Für den Umzug von einem Green Village zum anderen reicht dann im Prinzip ein Koffer mit den persönlichen Sachen.

Und irgendwo auf dieser Welt ist immer Sommer...

Wie so ein Green Village aussehen kann, siehst du im nächsten Beitrag.

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